Montag, 3. Dezember 2012

aggression - teil 14

drill und einen harte hand, sind die lehrprinzipien des lehrers maier, der sich wohl eher als militär-oberhaupt wahrnimmt anstatt als pädagoge und menschenfreund. mit DISZIPLIN will er seine schüler auf die welt da draußen vorbereiten. und wenn die antwort nicht stimmt, wird so lange ausgeharrt, bis die richtige antwort kommt. doch leider hat er die rechnung ohne die antiautoritär erzogene bruni gemacht, die sich nur gelangweilt die dreadlocken zwirbelt, während der kleine, untersetzte brillenträger vor der klasse militärisch innerlich tobt. mit rohrstock und stechendem blick durch seine aschenbecherbodenbrille möchte er die bruni züchtigen.
ihr egal, lapidar sagt sie zu ihrem nebensitzer:

kannst vergessen, dass der brillenwicht mir hier meinen willen bricht!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

den dealern auf der spur - teil 1

ding, dong. es klingelt an der tür. ein denkbar schlechter start in den tag. aus dem bett gebuddelt, zur tür geschlurft, türe aufgemacht. davor noch am hintern gekratzt. peter staunt nicht schlecht. bullen. vier stück. sie schauen ihn mit finsterer miene an und fackeln nicht lang, "hausdurchsuchung, weg da!" zu brüllen. na dann mal rein in die gute stube, jungs. was das hier sei und das da? - geschenk der großtante. und das? dieses pulver in der tüte? - waschpulver. sei noch vom urlaub übrig, so peter. so, so, gibt sich der eine bulle überrascht. das ließe sich ja schnell herausfinden, löst den knoten in der tüte, steckt den finger rein, zieht in theatralisch raus und lutscht ihn ab. tatsächlich. waschpulver. weiter gehts. die stimmung wird nicht besser.
wir kürzen an dieser stelle ab. denn die vier polizisten und peter gehen gemeinsam die gesamte wohnung ab. auch wenn die wohnung sehr klein ist, zwei zimmer, küche, frankfurter bad.
jedenfalls ist es so, dass die polizisten zwanghaft nach etwas suchen, um peter eine handfeste drogensucht oder noch besser, drogendealerei, zu beweisen.
als die fünf dann in der küche stehen, die polizisten genervt, peter auch, zeigt einer der bullen auf ein tonbehältnis, das auf dem küchenhochschrank steht. peter hatte dieses ding schon ganz vergessen. in der vierten klasse hat es mal getöpfert und seine eltern fanden es so hässlich, dass sie ihn zwangen, es bei seinem auszug aus der elterlichen wohnung mitzunehmen. 
ach, ist er froh, dass er nur zwiebeln drin aufbewahrt, denn einer der beamten fragt optimistisch-gehässig:

ist das große ne grasdose?

Montag, 2. Juli 2012

amouröses - teil 79

die sozialstruktur in dörfern ist festgelegt. es gibt den großgrundbesitzer, den dorftrottel, den hilfsbereiten und den geilen hans dampf in allen gassen, der schon unter jedes röckchen der weiblichen dorfbewohnerinnen geblickt hat. er trifft sich heimlich mit den damen. diese spinnen sich vage alibis zusammen - ein treffen mit den landfrauen, ein arztbesuch in der stadt, konserven im keller auf haltbarkeit überprüfen - damit sie sich ungesehen mit dem männlichen dorffahrrad treffen können. und so schnackseln sie schön der reihe nach mit ihm auf der dorftenne oder auf dem freien feld - sie sind so verrucht...

da alle den geilen macker verehren, wollen sie sich mit ihm auf dem acker vermehren.

Freitag, 6. April 2012

soziale probleme und zeug - teil 34

wir befinden uns in den südstaaten der usa. vor einigen jahrzehnten ging es dort noch härter zu als heutzutage. rosa park hat auf einer busfahrt für ihre rechte gekämpft und die schwarze bürgerrechtsbewegung kam in die gänge. ein paar weiße deppen hatten den sinn von gleichberechtigung noch nicht verstanden und bezeichneten ihre schwarzen mitbürger als bimbos.
und so kam es, dass ein weißer südstaaten-heinz über einen nachbarn folgendes sagte:

jimbo bob hat nen bimbo-job *

*ich distanziere mich hiermit von der aussage. es ist ein schüttelreim und darum musste ich ihn aufschreiben.

Freitag, 30. März 2012

familiengeheimnisse - teil 15

ostern steht vor der tür. hektik bricht aus. nicht so schlimm wie in der weihnachtszeit. aber sie bricht aus. geschenke, geschenke, geschenke. kleine aufmerksamkeiten sollen es sein. nur kleine. klitzekleine. denn eigentlich schenkt man sich nichts. das ist beim daimler-vorstand zu hause so und auch bei der edeka-verkäuferin. und auch bei den hippies. doch bei den hippies wird kein schmuck und kein playstationspiel versteckt, sondern drogen. ja, richtig gehört.
so sagt der hippie-vater zur hippie-mutter, als es um die österlichen aufmerksamkeiten für die hippie-kinder geht:

keine angst, die kriegen was, wir verstecken in den wiegen gras.

Dienstag, 20. März 2012

wie machen das die tiere so - teil 15

den grundstein für diesen schüttelreim habe ich schon in der 4. klasse in der grundschule gelegt. damals mussten wir einen aufsatz über eine giraffe schreiben, die einen besonderen tag im zoo erlebte.
meine geschichte ging dem sinn nach so: die giraffe – den namen habe ich leider vergessen – bricht aus ihrem gehege aus und bahnt sich den weg durch den zoo in die freiheit. das ganze spielte in der wilhelma, darum lief sie dann orientierungslos durch stuttgart. die autos hupten, die gemüsehändler räumten schnell ihre essbare auslage in die läden. die menschen schrien. jedenfalls trat die giraffe leider auf ein auto – es knirschte unter ihr. und so sind wir dann auch schon beim schüttelreim angekommen:

was ist das, worin ich mit meinen hufen steck? ein stufenheck!

Dienstag, 13. März 2012

amouröses - teil 78

mal wieder ein schwieriger reim, weil unter der gürtellinie. mir macht es selbst keinen spaß, doch es ist ein schüttelreim und darum fühle ich mich dazu verpflichtet, ihn hier niederzuschreiben...

nun kurz und knapp zur hinführung des reims. es gibt ein sprichwort, das heißt: wer ficken will, muss freundlich sein. der heutige schüttelreim ist eine adaption davon.

spekulierst du auf nen möschenritt, bring doch mal ein röschen mit.

Donnerstag, 1. März 2012

erkenntnisse - teil 15

gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck,gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck, gluck. tot.

wenn leute probleme mit der leber kriegen, passiert es, dass sie schnell in gräber liegen.

Mittwoch, 15. Februar 2012

amouröses - teil 77

die kleidung drückt viel über die persönlichkeit aus. ist die grundfarbe des kleiderschrankinhalts pink, wird der besitzer wahrscheinlich kein dachdecker sein. wer grundsätzlich schwaze rollkragenpullover und hornbrille trägt, wird kein animateur auf einem clubschiff sein. wer ein "i love ny"-t-shirt anhat, wäre gern urban. und so weiter.
doch ein geheimnis ist und bleibt ungelüftet. und zwar dieses:

keine ahnung, was freier tragen, die nach einem dreier fragen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

ein bißchen frieden - teil 4

glaubenskrieg...

wirst du denn die suren verhöhnen und dich mit den huren versöhnen?

...ich distanziere mich.

Sonntag, 15. Januar 2012

kulinarisches - teil 45

locker aus dem handgelenk mit dem gewürzstreuer über den kochtopf zu gehen ist zwar cool, führt jedoch oft zu unliebsamen überraschungen beim verzehr. so geschehen beim chinesen an der ecke.
die beschwerdemails, die im restaurant eingingen nahmen kein ende und die verkaufszahlen für magenschutztabletten in der apotheke schossen in die höhe. so führte eins zum anderen. da die restaurantbesitzer das etablissement nicht shcließen wollten, entschieden sie sich für den einzigen logischen schritt:

das chop suey ham sie von der karte weggekürzt, es war einfach zu keck gewürzt.

Donnerstag, 5. Januar 2012

der gespielte witz - teil 1

knock, knock - who's there? da sie leider keine witze erzählen konnte, drehte sie direkt um:

der mut ihr auf der stelle schwand, als sie auf der schwelle stand.

Sonntag, 1. Januar 2012

born to be mofarocker - teil 1

die haare flattern im wind, im hintergrund läuft born to be wild.
freiheit! freiheit! freiheit! illusionen, illusionen, denn peter ist leider nur ein mofa-rocker.

alle geilen sofa-miezen wollen auf nem mofa sitzen